Das Brandschutzkonzept als Grundlage für die Planung und Ausführung des Brandschutzes in einem Gebäude

Nicht ohne Grund hat der Brandschutz hierzulande eine große Bedeutung. Der Brandfall stellt nicht nur eine Gefahr für Leib und Leben dar, sondern kann auch existenzbedrohende Sachschäden verursachen. Daher gelten für Bauvorhaben hohe Anforderungen, deren Umsetzung im Brandschutzkonzept geplant und dokumentiert wird.

Zur Genehmigung eines Bauvorhabens, also eines Neubaus oder der Nutzungsänderung eines Gebäudes, müssen alle Merkmale des Brandschutzes geplant bzw. neu bewertet werden. In einem Brandschutzkonzept werden alle Vorgaben des vorbeugenden Brandschutzes in Hinblick auf Baurecht aufgeführt auch Belange der Arbeitsschutzgesetze (Arbeitsstättenrechts) berücksichtigt.

Ein professionelles Brandschutzkonzept beschreibt aus diesem Grund alle baurechtlichen Details, zu denen etwa die Angaben zu Rettungsweglängen und –breiten, Türen, Fenstern, Treppen sowie Alarmierungseinrichtungen zur Einhaltung des vorbeugenden Brandschutzes gehören. Außerdem werden die im Arbeitsschutzgesetz enthaltenen Vorgaben und der Konkretisierung aus den technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR), wie z.B. die ausreichende Anzahl von Feuerlöschern und der Erstellung einer Brandschutzordnung, festgeschrieben. Die wesentlichen Angaben zum Brandschutz werden anschließend in den Brandschutzplänen eingezeichnet.

Der Brandschutz muss beim Neubau, Umbau oder jeder Veränderung in der Nutzungsart eines Gebäudes grundsätzlich (neu) bewertet werden.

Gerade Sonderbauten müssen nach vorherrschender Landesbauordnung einer speziellen Prüfung unterzogen werden. Sofern die jeweilige Baurechtsbehörde eine Brandverhütungsschau durchführt, kann bei begründeter Gefährdung die Forderung nach einem Brandschutzkonzept erfolgen.

Hierbei ist es nicht empfehlenswert auf die Brandschutz-Anforderungen der Genehmigungsbehörde zu warten, da aufgrund kurzer Änderungsfristen nur wenig Zeit für eine Anpassung oder Erstellung eines Brandschutzkonzepts zur Verfügung steht.  Planungsfehler und Verzögerungen sind hier oft die Folge. Prüfen Sie daher rechtzeitig den Brandschutz für Ihr Gebäude!

Der Brandschutznachweis ist eine vereinfachte Form des Brandschutzkonzepts. Für die Erstellung des Brandschutznachweises werden die Anforderungen der Bauordnung mit der Sachlage des Gebäudes abgeglichen und bewertet. Im Ergebnis werden die baulichen, anlagentechnischen, abwehrenden und organisatorischen Belange des Brandschutzes dargestellt.

Aufgrund seines recht einfachen Aufbaus ist ein Brandschutznachweis nur für Neubauvorhaben geeignet, die keine besonderen Abweichungen von den baurechtlichen Anforderungen enthalten.

Das Brandschutzkonzept hingegen ist die vielschichtige Zeichnung und Beschreibung des Zusammenspiels von Brandschutzmaßnahmen für ein individuelles Bauobjekt, bei dem es entweder keine baurechtlichen Bezugsregeln gibt oder deren Erfüllung nicht gewährleistet ist. Brandschutzkonzepte eignen sich daher eher für Bestandsbauten sowie komplexe Gebäude.

Um die Risiken in puncto Gefahr für Leib und Leben, Haftung sowie Verzögerung im Bauvorhaben zu minimieren, sollte beim Brandschutznachweis / Brandschutzkonzept professionell agiert werden. Sprechen Sie uns an – wir prüfen Ihre Ausgangssituation und erarbeiten gemeinsam die ideale Lösung!

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